kiezladenzusammenhalt.de

Selbstverständnis

Wir, die Mitglieder des Plenums des ‚Kiezladen Zusammenhalt e.V.‘, verstehen uns als Teil der sozialen Bewegung für eine Stadt von unten, die sich gegen die Auswirkungen neoliberaler Stadtpolitik und einer vermeintlichen Sachzwang-Logik und Alternativlosigkeit positioniert und organisiert.

Unserer Haltung nach arbeiten wir gegen eine fortschreitende Vereinzelung und Konkurrenz, Verdrängung von sozial und finanziell Benachteiligten und nicht zuletzt gegen die maßlos überzogenen Profiterwartungen von Immobilienunternehmen sowie gegen deren Ignoranz gegenüber den Bedürfnissen der Mieter, kurz gesagt: Gegen die einseitig ökonomisch ausgerichtete Produktion von Stadt.

Stattdessen arbeiten wir entlang unseren Überzeugungen für ein neues Miteinander in den Hausgemeinschaften, in den Nachbarschaften, im Kiez und im Stadtteil. Durch das Angebot eines offenen Nachbarschaftstreffpunktes hoffen wir, daß Menschen, Nachbarn und Bürger sich im Kiezladen treffen, miteinander ins Gespräch kommen, sich solidarisieren, sich vernetzen und schließlich zusammen etwas losmachen. Dabei ist es nicht unser Ansatz, von uns aus großartig Angebote zu entwickeln und dann dafür zu werben oder etwas für andere zu tun. Vielmehr sind alle Interessierten aufgerufen, in den Kiezladen zu kommen und anzusagen, was sie sich wünschen oder was sie gerne machen oder anbieten würden. Es heißt also, „Mit den Menschen!“. Und wer dabei etwas für sich mitnehmen kann, der darf gerne etwas zurückgeben und so auf das Geschenk, daß er erhalten hat, antworten. Nach dem Motto: „Nachbarn helfen Nachbarn!“. Ein erster Schritt für alle Interessierten im Kiezladen ins Handeln zu kommen, wäre beispielsweise mal zum Plenum zu kommen.

Sämtliche Entscheidungen, die den Kiezladen betreffen,  werden nämlich gemeinschaftlich und im Geist der Eintracht auf einem regelmäßigen Plenum – an jedem 1. und 3. Dienstag im Monat von 19:30 – 21:00 Uhr – im Konsensprinzip getroffen, um zu gewährleisten, dass das Plenum die Verabredungen als Einheit vertreten kann und nicht so etwas wie eine Situation von Mehrheit und Opposition oder Erfolg und Niederlage entsteht. Wir verstehen uns als basisdemokratisch organisiertes, egalitäres, anti-sexistisches, anti-rassistisches und anti-faschistisches Projekt. Der Kieztreff / das Plenum ist offen für alle. Das heißt, ein jeder kann kommen, sich dazusetzen und sein Teil dazulegen. Es hat also ein jeder, der am Plenum teilnimmt, das Recht Themen auf die Tagesordnung zu setzen und mitzudiskutieren. Abstimmungen im klassischen Sinne gibt es – wie gesagt – nicht. Alle, die an einem Plenum teilnehmen sind daher gleich an Rechten.

Der Kiezladen Zusammenhalt ist ein Nachbarschaftstreffpunkt für den Kiez rund um den Helmholtzplatz. Er bietet allen Anwohnern die Möglichkeit zur Selbstorganisation in einem ehrenamtlichen Zusammenhang. Wir bieten einen offenen Raum politischer und subkultureller Arbeit im Stadtteil, eine Möglichkeit für Mitglieder des Vereins und der Nachbarschaft miteinander zu tun zu haben. Unsere Räume stehen außerdem als Treffpunkt für lokale Initiativen und stadtteilbezogene Gruppen zur Verfügung, die im Sinne unserer Satzung agieren und bereit sind, den Verein mitzugestalten und mitzutragen. Ziel des Vereins ist es, den sozialen Zusammenhalt innerhalb der Nachbarschaft zu stärken. Es gibt bereits einige Veranstaltungen und Projekte; auf weitere freuen wir uns!

 

Satzung

Zur Vereinsgründung

Der Kiezladen war vom ersten Tag an ein selbstverwalteter Raum der Hilfe zur Selbsthilfe und wird einzig vom ehrenamtlichen Engagement der Menschen aus dem Kiez getragen. Knapp 20 Jahre war der Kiezladen Sitz der „Betroffenenvertretung für das Sanierungsgebiet Helmholtzplatz“ und daher wurde in dieser Zeit die Miete für den Kiezladen aus Sanierungsfördermitteln vom Bezirk bezahlt. Damit war im April 2015 Schluß, denn dann wurde das Sanierungsgebiet Helmholtzplatz aufgehoben, und wir müssen dementsprechend seit Mai 2015 knapp 1.000 Euro selbst zahlen, um den Kiezladen weiterhin für die Nachbarschaft offen zu halten.

Seit Mai 2015 zahlen wir selbst – unabhängig von Ämtern und Politik – krass …

Wir wollen die Räume des Kiezladens auch weiterhin kommerzfrei und selbstverwaltet mit vielen Nachbarn nutzen. Deshalb haben wir einen Verein gegründet: Kiezladen Zusammenhalt e.V.. Denn Kiezarbeit braucht Raum und Kontinuität.

Alle Entscheidungen zur Nutzung der Kiezladenräume werden auf dem „Kieztreff“ gemeinschaftlich im Geiste der Eintracht beschlossen. Der Kieztreff findet an jedem ersten und dritten Dienstag des Monats von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr statt. Wir freuen uns auf Nachbarn, die sich mit ihren Ideen daran beteiligen.

Um den Kiezladen zu erhalten, suchen wir Menschen, die Mitglieder im Kiezladenverein werden oder mit einer Spende helfen, die Miete zu zahlen.

 

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht – Václav Havel

Wo wir herkommen

Archiv

Veröffentlichungen

Kiezladen – Dokumentation 1990 bis 2017

Es gibt eine zweite Auflage der 2015 erschienen Kiezladen-Dokumentation. Die zweite Auflage erschien im Juni 2018. Sie enthält zwei neue Beiträge und viele neue Fotos. Über folgende Links kann sie in zwei Versionen heruntergeladen werden:

Hier zur Broschüre

(216 Seiten, 16,1 MB)

Hier zur Kiezladen Doku

(216 Seiten, 171,2 MB)

Es gibt die zweite Auflage auch noch als Druckausgabe. Sie kann auf Nachfrage im Kiezladen bezogen werden. Dazu bitte das Kontaktformular verwenden.

Ausstellungskatalog 2015

„“Blick zurück nach vorn“: 25 Jahre Kiezladen Zusammenhalt in der Dunckerstraße 14 von 1990 bis 2015″,  eine Dokumentation der Ausstellung im Kiezladen von März bis Oktober 2015 und im Museum Pankow, Prenzlauer Allee 227/228 von Januar bis März 2017, herausgegeben von: Kiezladen Zusammenhalt e.V.:

Hier zum Ausstellungskatalog

(56 Seiten, 22 MB)

Kiezladen – Dokumentation 1990 bis 2015

„Kiezladen Zusammenhalt: eine Dokumentation der Betroffenenvertretung Helmholtzplatz 1990 bis 2015“, ein Begleitbuch zur Ausstellung „Blick zurück nach vorn“ von März bis Oktober 2015, herausgegeben von: Kiezladen Zusammenhalt e.V

Hier zur Dokumentation

(204 Seiten, 42 MB)

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